Naturheilpraxis Dirkje Müller

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Studie

Kurkumin wirkt wie Kortison entzündungshemmend

 

Kurkumin, der Stoff, dem Currypulver seine gelbe Farbe verdankt, beeinflusst gezielt ein bestimmtes Protein („Gilz“), das bei Entzündungen eine Schlüsselrolle spielt. In einer aktuellen Studie konnten Forscher belegen, dass dieses Protein, das bei Entzündungsprozessen typischerweise verschwindet, durch Kurkumin vermehrt gebildet wird.

 

Für den Kurkuma-Inhaltsstoff Kurkumin belegen verschiedene Studien eine heilsame Wirkung. Jetzt konnten Wissenschaftler nachweisen, dass Kurkumin nicht nur unspezifisch wirkt, sondern ganz gezielt antientzündliche Wirkung entfaltet. Anhand von Versuchsreihen an Zellmodellen haben sie belegt, dass das Gewürz wie Kortison gezielt das Protein "Gilz" (Glucocorticoid-induzierter Leuzin Zipper) beeinflusst.

Gilz spielt für das Immunsystem des Menschen und insbesondere auch bei Entzündungsprozessen eine zentrale Rolle. Das Protein unterbindet normalerweise Entzündungsreaktionen. Kommt es im Körper zu einer Entzündung, verschwindet dieses Protein jedoch. Gilz geht, die Entzündung kommt: So kann man das Phänomen auf den Punkt bringen. Bei einer Entzündung bauen die Immunzellen das Molekül ab. Kortison-Präparate wirken unter anderem dadurch, dass sie veranlassen, dass das Protein vermehrt produziert wird. Sie führen jedoch in vieler Hinsicht zu Veränderungen in der Zelle und haben nicht unerhebliche Nebenwirkungen.

Die Forscher konnten belegen, dass Kurkumin eine Kortison-ähnliche Wirkung hervorruft, jedoch ohne Zellprozesse zu beeinflussen, die typischerweise mit Kortison-Nebenwirkungen verbunden sind. Kurkumin führt ebenfalls dazu, dass speziell Gilz induziert wird, jedoch mit einem ganz anderen Mechanismus als Kortison. Ohne Gilz verschwand die entzündungshemmende Wirkung von Kurkumin fast vollständig.

Das Forschungsergebnis bedeutet jedoch nicht, dass einfaches Currypulver Entzündungen heilen kann. Solche Konzentrationen an Kurkumin kann man durch Verzehr nicht erreichen. Hinzu kommt, dass Kurkumin schlecht wasserlöslich ist und schlecht vom Körper aufgenommen werden kann. Es handelt sich hier um Grundlagenforschung, aber diese könnte die Basis dafür sein, künftig Medikamente zu entwickeln, die keine oder weniger Nebenwirkungen als Kortison haben, erklären die Forscher.

Die Studie finden Sie hier.

 


 

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